Warum du The Witcher auf Netflix schauen solltest!

Lange mussten wir auf The Witcher warten, nun ist die Netflix Serie endlich da. Warum du die Serie als echter Fan in einem Stück durchschauen solltest, verrät dir unser Autor Marvin.

Ich muss ehrlich gestehen, als ich das erste Mal erfahren habe, das es eine Serie zu The Witcher geben soll, war ich kurz begeistert, gefolgt von Skepsis. Henry Cavill („Man of Steel“) als Geralt von Riva? Das konnte ich mir nicht gut vorstellen und in meinen Augen hat es nicht gepasst. Damit war ich sicherlich nicht alleine. Viele waren skeptisch bei der Besetzung. Doch The Witcher überrascht!

Das The Witcher mich so sehr gefesselt hat, merkt man alleine daran, dass ich die Serie innerhalb eines Tages durchgeschaut habe. Von Geralts Erlebnissen in Blaviken, über die erste Begegnung mit Yennefer bis hin zur Schlacht der Zauberer auf der Anhöhe von Sodden. The Witcher steigert sich langsam aber sicher, mehr geplant als willkürlich, in sein Tempo hinein.

Kein Fan-Service der Spiele: Ganz klar ist zu sagen, dass The Witcher als Netflix Serie nicht alle Spiele Fans abholt. Vieles ist anders und bedient sich der ursprünglichen Vorlage. Der Bücher von Andzrej Sapkowski und damit der ursprünglichen Geralt-Saga. Geralt ist ein mürrischer Hexer mit einem strikten Moralkodex. Sein Amulett ist kein Wolfskopf aus feinster Schmiedekunst, sondern eine einfache Münze mit einem Wolfskopf eingearbeitet. Die Beziehung zwischen Rittersporn und Geralt baut sich langsam auf und vor allem wird sich der Erzählungen des ersten Kurzgeschichtenbandes „Der letzte Wunsch“ bedient.

The Witcher Netflix Yennefer
Die Zauberin Yennefer von Vengerberg weiß sich zu wehren.

Der letzte Wunsch: Die erste Staffel der Netflix Serie basiert ganz klar auf dem ersten Band von gesammelten Kurzgeschichten eines Hexers Namens Geralt von Riva. Wir bekommen erzählt, wie Geralt zu seinem Titel „Schlächter von Blaviken“ kam, welche Rolle er bei der Hochzeit von Ciris Eltern spielte und ebenso, wie er Rittersporn traf und sich unsterblich in die Magierin Yennefer von Vengerberg verliebte. Wer geballte Hexer Action erwartet bekommt diese auch geliefert, allerdings in einem langsameren Tempo als in den Spielen.

Die Zeitsprünge: Wer das Buch nicht kennt, wird sich schwer damit tun, die Zeitsprünge zu erkennen. Aber es gibt sie. Zwischen den Geschichten von Geralt und Ciris andauernder Flucht aus Cintra, sowie die Suche nach Geralt, aber auch die Geschichte von Yennefer liegen teilweise Jahre auseinander. Im Gegensatz zu dem Buch, wo die Geschichte aus der Sicht Geralts erzählt wird, bricht die Serie hier damit und erzählt die Geschichte von Geralt, Ciri und Yennefer gleichzeitig auf unterschiedlichen Zeitebenen. Erst in den letzten paar Folgen werden diese Zeitebenen zusammengeführt und man erkennt das große Bild dahinter.

The Witcher Netflix
Der Hexer Geralt von Riva tritt in Aktion.

Etwas Endet, Etwas beginnt: Mit der ersten Staffel der The Witcher Serie hat Netflix und vor allem das Team hinter der Serie etwas geschafft. Sie haben statt einer einzigen Pilotfolge, eine Pilotstaffel erschaffen. Mit dem Ende von Staffel eins wird klar ersichtlich, dass es jetzt erst richtig losgehen wird.

Spoiler

Ciri und Geralt haben sich gefunden, der Ansturm Nilfgaards wurde vorerst gestoppt und das Löwenjunge von Cintra ist in Sicherheit. Die Vorgeschichte endet und die eigentliche Geralt-Saga beginnt erst.

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Wenn du die Bücher genauso verschlungen hast, wie ich, dann wirst du die Serie mit Sicherheit lieben. Im Grunde ist sie eine große Hommage an eben diese Romane und das merkt man auch an den Schauspielern. Henry Cavill ist laut eigenen Aussagen ein großer Fan der Bücher und man merkt es! Er spielt den Hexer so mürrisch und geschickt, wie es die Bücher diktieren.

The Witcher Netflix Ciri
Prinzessin Cirilla, das Löwenjunge von Cintra, auf der Flucht vor Nilfgaard.

Die Symbolik der Intros: Besonders die Intros der einzelnen Folgen sind gelungen. So bekommt jede Folge ihr eigenes kleines Logo zu Beginn, welches die Handlung der Folge symbolisch darstellt. Erst mit der letzten Folge verbinden sich alle bisherigen Symbole miteinander und formen den Wolfskopf. Hier sieht man ebenfalls sehr schön, dass die Saga jetzt erst richtig beginnen kann.

Die Musik: Ebenso besonders sind die einzelnen Musikstücke. Nicht nur die Lieder meines Lieblingsbarden Rittersporn, ebenso die allgemeine Musik erzeugt eine Gänsehaut Stimmung die ganze Serie hindurch. Und das in jeder Sprache.

Lust auf mehr: Ganz klar macht die Serie Lust auf mehr, da ist es für mich als Fan nur ein Segen, dass Netflix bereits eine zweite Staffel bestellt hat. Ich werde an dieser Stelle nichts vorab nehmen, aber es ist klar erkennbar, dass mehr folgen muss.

Mein Fazit der ersten Staffel!

Ich kann The Witcher nur mit einem Wort zusammenfassen. Fantastisch. Ich als jahrelanger Game of Thrones Verehrer musste mir ebenfalls beim Durchschauen eingestehen, dass Geralt eiskalt und mit weiter Überlegenheit meinen persönlichen Fantasy-Thron erobert hat bzw. niemals abgegeben hatte. Die Dunkelheit, der Hass und die Liebe in der Welt von The Witcher sind atemberaubend. Die Schwertkämpfe sind unglaublich in Szene gesetzt und ich will, so schnell es geht, mehr vom Weißen Wolf sehen.

Alle, die bisher mit dem Witcher-Universum nicht viel anfangen konnten, werden jedoch nur langsam warm. Die Zeitsprünge sind kompliziert und die Serie verlangt, dass man sich selbst über gewisse Dinge erkundigt. Der eine oder andere Logik-Fehler lässt sich als Fan verkraften, alle anderen verwirrt es umso mehr. Ich empfehle dennoch, in die Serie reinzuschauen.

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Marvin Schumacher
Marvin kann sich an keine Zeit erinnern, in der Zombies und Endzeit ihn nicht gefesselt haben. Wenn er nicht gerade in der Uni hockt, dann zockt er sehr gerne die verschiedensten Spiele auf der PlayStation.