Warum sich PC-Spieler Death Stranding auf jeden Fall anschauen sollten

In wenigen Tagen ist es so weit. 505 Games und Hideo Kojima Productions veröffentlichen Death Stranding für den PC. Warum du dir als PC-Spieler den Titel unbedingt anschauen solltest, verrät dir unser Autor Steven Clark in den folgenden Zeilen.

Was war das bloß für ein Hype, den Hideo Kojima Wochen und Monate vor Release der PlayStation 4 entfacht hat. Jeder noch so kleine Infoschnipsel wurde akribisch unter die Lupe genommen und trotzdem wusste selbst wenige Tage vor der Veröffentlichung quasi niemand genau, worum es in Death Stranding eigentlich geht. Aber auch nach der Veröffentlichung sorgte Kojimas Geniestreich für ordentlichen Gesprächsstoff in der Gaming-Community. Die eine Hälfte betitelte das Spiel als langweiligen DHL-Simulator, die andere Hälfte feierte es als tiefgründiges Meisterwerk. Bisher konnten sich allerdings nur PlayStation 4 Spieler eine Meinung zu dem Spiel bilden, bis jetzt.

death stranding sam porter bridges transportieren pc
In Death Stranding liefert ihr als Sam Porter Bridges allerhand verschiedener Dinge aus.

Das ist los: Am 14. Juli erscheint Death Stranding nun endlich auch auf dem PC. Für den Port sind die Jungs und Mädels bei 505 Games verantwortlich. Aber auch Hideo Kojima hat ein wenig Erfahrung mit der PC-Plattform. Mit beispielsweise Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain konnte er, damals noch unter der Flagge von Konami, ja vor gar nicht allzu langer Zeit auf dem PC glänzen. Wir können also hoffentlich davon ausgehen, dass PC-Spieler einen einigermaßen gelungen Port von Death Stranding erhalten werden. Ich bin tatsächlich sogar der Meinung, dass Death Stranding auf dem PC richtig einschlagen kann. Dafür gibt es ein paar einfache Gründe.

Grafik zum Niederknien

Darum könnte die Grafik besser werden: Klar, Grafik ist nicht alles, aber im Falle von Death Stranding sollte man dieses Argument definitiv nicht nutzen. Bereits auf der PlayStation 4 beziehungsweise der PS4 Pro sah Sam Porter Bridges Reise durch den Norden Amerikas umwerfend aus. Auf dem PC wird die Welt wohl aber noch einmal einen Tick besser aussehen. Allein schon aufgrund der höheren nativen Bildschirmauflösung, die extra für die PC-Version auch Ultra-Widescreens unterstützen wird. Natürlich bedarf es dafür aber auch den passenden Rechenknecht auf dem Schreibtisch, wobei die empfohlenen Systemanforderungen sehr human ausfallen.

Zudem verschwindet in der PC-Version von Death Stranding eine weitere nicht so schöne Eigenart, das FPS-Limit. Die PC-Version kann mit weitaus mehr Frames pro Sekunde über den Bildschirm flimmern, als es der Konsole möglich ist. Auch wenn es noch viele Spieler gibt, die beispielsweise aufgrund cineastischer Gründe auf 30 FPS schwören, wirkt eine hohe FPS Anzahl einfach runder und verbessert das Spielgefühl erheblich. Als Sahnehäubchen streut Nvidia noch ein wenig DLSS 2.0 ein, welches allerdings nur für RTX Karten zur Verfügung steht.

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PC-Spieler können sich über viele witzige Items freuen.

505 Games hat für Death Stranding außerdem einen neuen und verbesserten Foto-Modus angekündigt. Ok, jetzt stellt sich die Frage, wie viele Spieler diesen wirklich ausgiebig nutzen werden. Spielt man auf einer Ultrawide Auflösung, kann ich mir gut vorstellen, das man beachtliche Screenshots zaubern kann. Diesen Foto-Modus würde ich allerdings nicht als Kaufargument hinzuziehen, ist in diesem Falle eher ein Nice-To-Have.

Nischen-Genre auf dem PC Willkommen

Darum könnte Death Stranding auf dem PC mehr Anklang finden: Wie ich eingangs erwähnt habe, betitelten viele unzufriedene Spieler Death Stranding als DHL- oder Walking-Simulator. Hey, welche Plattform bietet sich besser für Simulatoren an als der PC. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es liegt, aber auf der Konsole sind Simulatoren lange nicht so präsent und beliebt wie auf dem PC. Bitte verstehe mich jetzt nicht falsch, Death Stranding ist natürlich kein Simulator. Allerdings kann man schon sagen, das Kojima viel experimentiert und teils sehr unkonventionelle Elemente in das Spiel implementiert hat. Und genau dafür findet man auf dem PC vermutlich ein breiteres Publikum.

Kojima ist ja bekannt für sein sehr spezielles Storytelling. Viele lange und Kinoreife Zwischensequenzen und teils nicht sofort ersichtliche, geschichtliche Verbindungen, da hat er einfach ein Händchen für. Kombiniert man dieses Storytelling mit dem unkonventionellen Spielmechaniken von Death Stranding, kann sich daraus eine ganz eigene Faszination entwickeln.

Wird Death Stranding auf dem PC ein Pflichttitel?

Ich bin davon überzeugt, dass Death Stranding auf dem PC ordentlich performen wird. Die tolle Grafik und weniger technische Limitierungen, eine filmreife Inszenierung und Erzählweise, sowie eine möglicherweise größere Empfängnis der PC-Community für experimentelles Gameplay könnte unglaublich gut funktionieren. Ob es ein PC-Pflichttitel sein wird? Vermutlich nicht. Ob es eine große Anhängerschaft um sich scharen kann? Davon gehe ich fest aus. Wir werden Death Stranding auf jeden Fall genauer im Auge behalten. Was die PC-Version gegenüber der Konsolenfassung bietet, führen wir dir hier noch einmal kurz auf.

Das bietet die PC- gegenüber der Konsolen-Version:

  • Unterstützung von hohen Auflösungen inkl. Ultra-Widescreen-Formaten
  • Keine FPS Limitierung
  • Nvidia DLSS 2.0 (nur für Geforce RTX Karten)
  • Neuer und überarbeiteter Fotomodus
  • Exklusive kosmetische Items

Am 14. Juli ist es dann endlich so weit und auch PC-Spieler kommen in den Genuss von Kojimas neuestem Werk. Einen Eindruck zur PS4-Version erhaltet ihr auf unserer Schwester-Seite Survivethis.news.

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Steven Clark
Steven ist bereits seit Anbeginn der Zeit ein leidenschaftlicher Gamer. Groß geworden mit C64 und NES hat er sich durch so ziemlich jedes System gespielt. Er liebt Horror und Action Games, bezeichnet sich jedoch auch als Teilzeit-Videospiel-Masochist, wenn er sich mal wieder durch die Welten der FromSoftware Spiele stirbt.